Biographie

Dagmar Šašková, Mezzosopranistin aus Rakovník (Tschechische Republik, 1978), studierte Sologesang (in der Gesangsklasse von Ludmila Kotnauerová), musikalische Erziehung und Psychologie an der Pädagogischen Fakultät der Westböhmischen Universität Pilsen. 2002 gewann sie den Bohuslav Martinů Extra Preis und erreichte den zweiten Platz in der Leoš Janáčeks International Competition in Brno. In den Jahren 2003 – 2007 setzte sie ihr Gesangsstudium an der Janáček Akademie der musischen Künste in Brünn (bei Mgr. Art. Marta Beňačková) fort. Im Juni 2008 schloß sie das Studium für Barockgesang am Zentrum für Barockmusik in Versailles ab.

Mit den Ensembles Zentrum für Barockmusik in Versailles, Akadêmia, Correspondances, Il Festino, La Fenice, La Rêveuse, Le Concert brisé, Les Paladins, Pygmalion, Le Poème Harmonique, Sagittarius oder Musica Florea arbeitet Dagmar Šašková als Solistin zusammen. Zusammen mit dem Zentrum für Barockmusik Versailles (Olivier Schneebeli) hat Dagmar Šašková im Jahre 2008 Grands Motets von Pierre Robert und im Jahre 2012 Sacred Stories von Marc Antoine Charpentier auf CD verewigt. In den nächsten Jahren fügte sie ihrer Diskographie mehrere Aufnahmen hinzu – zwei CDs von Madrigale von Johann Hermann Schein mit dem Ensemble Sagittarius (Michel Laplénie), Kantaten für Sopran von Dietrich Buxtehude mit dem Ensemble Le Concert Brisé (William Dongois), L’air italien au temps de Louis XIII und Arie da cantarsi von Stefano Landi mit dem Ensemble Il Festino (Manuel de Grande) und die h-Moll-Messe von Johann Sebastian Bach mit dem Ensemble Pygmalion (Raphaël Pichon). Zu ihren letzten CDs gehören im Moment Concert royal de la Nuit mit dem Ensemble Les Correspondances (Sébastien Daucè) und Natale in Italia mit dem Ensemble La Fenice (Jean Tubéry).

Im Januar 2010 verkörperte sie die Rolle der Corisande in der Oper Amadis von Jean-Baptiste Lully in den Avignoner und Massy Opern unter der Leitung von Olivier Schneebeli (Zentrum für Barockmusik in Versailles). Seit September 2010 tritt sie zusammen mit Musica Florea (Marek Štryncl) in der Rolle des Apollos in Händels Oper Terpsicore in den tschechischen Barocktheatern auf. Sie tritt auf als Moschino, Ninfa, Rubanière und Fleure in L’Egisto von Marco Marazzoli und Virgilio Mazzocchi (Les Palladins, Jérôme Correas) in Massy Oper, Avignoner Oper, Theater l’Athénée in Paris und Cergy-Pontoise.

Im Jahre 2013 unternahm sie eine Tournee in Frankreich als Melanto in Ritorno d’Ulisse in patria von Claudio Monteverdi mit dem Ensemble Les Paladins (Jérôme Correas) und später sang sie als Ninfa in L’Orfeo pardelà le Gange von Claudio Monteverdi (Ensemble Akadêmia unter der Leitung von Françoise Lasserre, Neu-Delhi und Cité de la Musique in Paris). 2014 sang sie die Hauptrolle Dido in der Konzertversion der Oper Dido und Aeneas von Henry Purcell mit dem Ensemble La Fenice (Jean Tubéry, Lyon und Uzès). 2016 war sie auf einer Operntour mit Les Histores sacrées von Marc Antoine Charpentier als Judith in Südkorea (mit dem Zentrum für Barockmusik in Versailles, Leitung Olivier Schneebeli, Regie Ana Yepes). Auf einer weiteren Operntour in Frankreich von L’Orfeo par-delà le Gange im Jahre 2016 trat sie als la Musica und la Messagiera auf der Bühne des Arsenals in Metz und im Opernhaus Reims auf.

Dagmar Šašková tritt bei ihren Recitals oft mit der Organistin Kateřina Chroboková auf. Mit der Pianistin Vendula Urbanová hielt sie eine Konzertreihe der böhmischen Musik (Romantismus, Musik des 20. Jahrhunderts) im Tschechischen Zentrum in Paris ab.